Gesundheitsprävention. Stressreduktion. Entschleunigung.

Auszeit im Wald.

Achtsamkeits- und Entspannungsübungen.

Intensive Sinneswahrnehmungen (Hören, Sehen, Fühlen, Riechen).

Bewusste Phasen des Nichtstuns. 

 

Was ist Waldbaden (Shinrin Yoku)? 

Das achtsame Eintauchen in die Waldatmosphäre nennen die Japaner Shinrin Yoku, was wörtlich übersetzt ein Bad im Wald nehmen bedeutet.

Warum ist die Waldatmosphäre so gut für den Menschen?

Die Waldatmosphäre hat positive Auswirkungen auf unser physisches und psychisches Wohlbefinden. Unser Nerven-, Hormon- und Immunsystem wird dadurch nachhaltig beeinflusst. Waldbaden ist somit förderlich für unsere Gesunderhaltung und dient der Gesundheitsprävention.
Seit über 20 Jahren beschäftigen sich verschiedene Forschungsinstitute damit, die positiven Auswirkungen des Waldes auf den Menschen genauer zu verstehen:

  • Wald dämmt den Lärmpegel. Bereits 100 Meter vom Waldrand halbiert sich der Geräuschpegel. 
  • Durch die Baumkronen herrscht im Wald angenehme Kühle, höhere Luftfeuchtigkeit, weniger Wind und geringere Lichtintensität. 
  • Der weiche, federnde Waldboden ist gut für unsere Gelenke. 
  • Der Wald aktiviert den Parasympathikus. Blutdruck und Blutzucker werden gesenkt. Stresshormone, wie z. B. Cortisol und (Nor)Adrenalin verringern sich. 
  • Unser Immunsystem wird gestärkt. Die Anzahl der natürlichen Killerzellen nimmt zu und ihre Aktivität erhöht sich. 
  • Die Luft im Wald ist so staubarm wie am Meer oder in den Bergen. Die Bäume nehmen Kohlendioxid auf, geben Sauerstoff ab, befeuchten die Luft und filtern Schadstoffe über ihre Blätter und Nadeln aus der Luft. 
  • Die pflanzlichen Terpene (Duftstoffe) haben eine erfrischende, desinfizierende und für die Bronchien heilende Wirkung. 
  • Die Farbe Grün wirkt beruhigend, schenkt Gelassenheit und harmonisiert. Grün gilt als wichtigste Heilfarbe. Der bloße Anblick des Waldes hat nachweislich eine heilende Wirkung. 
  • Die Farbe Braun wärmt, stabilisiert und wirkt ausgleichend. Sie erinnert an das Vertraute und die Naturverbundenheit des Menschen. 
  • Sympathikus
    Der Sympathikus ist Teil des vegetativen Nervensystems. Durch das Entstehen von Stress kann er eine Aktivitätssteigerung von Körperfunktionen hervorrufen. Er wird auch Überlebensnerv genannt („fight oder flight“). Durch ein Waldbad sinkt die Aktivität des Sympathikus nachweislich.

  • Parasympathikus
    Der Parasympathikus ist der Gegenspieler des Sympathikus. Er ist auch bekannt als Ruhe- und Regenerationsnerv („rest and digest“). Er stimmt die Funktionen der Organe so aufeinander ab, dass der gesamte Körper in einen Zustand der Erholung kommen kann. Durch ein Waldbad steigt die Aktivität des Parasympathikus nachweislich.

  • Blutdruck/-zucker
    Waldbadeausflüge senken den Blutdruck und Blutzucker nachweislich.

  • (Nor)Adrenalin 
    Stresshormone, wie beispielsweise die Konzentration von Noradrenalin und Adrenalin, werden durch ein Waldbad gesenkt.

  • Cortisol
    Die Konzentration des Stresshormons Cortisol wird beim Waldbaden gesenkt.

  • DHEA
    Das sogenannte Wunderhormon Dehydroepiandrosteron (DHEA) wird in der Nebennierenrinde produziert und sowohl bei Männern und Frauen in Sexualhormone (Östrogen und Testosteron) umgewandelt. Mit fortschreitendem Alter sinkt der DHEA-Spiegel im Blut. Ein Waldbad kann den DHEA-Spiegel nachweislich erhöhen.

  • NK-Zellen
    Durch ein Waldbad wird die Anzahl sowie die Aktivität der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) erhöht und dadurch wird unser Immunsystem gestärkt. Die NK-Zellen gehören zu den Lymphozyten (Untergruppe der weißen Blutkörperchen). Sie erkennen und bekämpfen entartete und virusinfizierte Zellen.

  • Anti-Krebs-Proteine
    Anti-Krebs-Proteine sind sogenannte Tumorsuppressoren. Sie verhindern ein übermäßiges Zellwachstum. Ein Waldbad erhöht nachweislich die Menge an Anti-Krebs-Proteinen.

Was unterscheidet einen Waldspaziergang von einem Waldbad? 

Im Unterschied zum klassischen Waldspaziergang, den viele bereits seit Kindertagen kennen, taucht man beim Waldbaden intensiver in die Waldatmosphäre ein. Unter der gezielten Anleitung von verschiedenen Achtsamkeits- und Entspannungsübungen werden alle Sinne (Hören, Sehen, Riechen, Fühlen) bewusst angesprochen, um eine nachhaltige Einwirkung auf unseren gesamten Körper zu erreichen. 

In Japan ist Shinrin Yoku bereits seit Jahrzehnten etabliert und sogar schulmedizinisch anerkannt: Es gehört dort offiziell zur Gesundheitsvorsorge und wird von Ärzten auf Rezept verschrieben. Die sogenannte „Waldmedizin“ wird im asiatischen Raum als eine eigene wissenschaftliche Disziplin an Universitäten gelehrt und erforscht. 

Kosten & Ablauf

Ein Waldbad dauert 1,5 Stunden und kostet

19 Euro/Person. Waldbaden findet in

Kleingruppen von maximal 10 Personen statt. 

Waldbaden biete ich derzeit in zwei Waldgebieten an: Im Bayerischen Wald bei Steinach in der Nähe von Straubing und im Dürnbucher Forst bei Münchsmünster in der Nähe von Ingolstadt.

Ein Waldbad kann individuell auf Ihre Wünsche (Dauer, Inhalte, Gruppengröße und Zielgruppe) zugeschnitten werden. Gerne erstelle ich Ihnen ein Angebot über ein Waldbad für beispielsweise Beste Freundinnen, Teamevents („Outdoor meets Stressmanagement“), u.v.m. 

Was muss für ein Waldbad mitgebracht werden? 

  • Neugierde, etwas Neues auszuprobieren
  • festes Schuhwerk
  • kleines Getränk
  • dem Wetter angepasste, warme Kleidung

optional:

  • Mückenschutz
  • Zeckenschutz
  • Sonnenschutz
  • Regenschutz

Wissenswertes

  • Ziehen Sie sich lieber etwas wärmer an als sonst, denn wir sind langsam unterwegs, bleiben auch mal stehen, verweilen etwas oder setzen uns hin.
  • Für den Fall, dass wir uns hinsetzen, habe ich Sitzunterlagen dabei.
  • Wir legen beim Waldbaden keine besonders lange oder schwierige Strecke zurück. Aus diesem Grund ist ein Waldbad für jedes Alter geeignet. 
  • Waldbaden findet bei jedem Wetter statt (außer bei Sturm-, Starkregen- oder Gewitterwarnung).
  • Waldbaden ersetzt keinen Arzt oder Therapeuten und dient nur zur Prävention. Bei Unklarheiten ist der behandelnde Arzt zu befragen.